4,79 ct/kWh gegen 9,72 ct/kWh – und beides sind aktuelle PV-Ausschreibungsergebnisse
Die neuen Zahlen der Bundesnetzagentur für die Freiflächen-Ausschreibung vom 1. Juli 2026 sind da.
Solar Freifläche – 1. Segment
→ Durchschnittlicher Zuschlagswert: 4,79 ct/kWh
→ Niedrigster Zuschlagswert: 4,38 ct/kWh
→ Höchster Zuschlagswert: 4,97 ct/kWh
Damit fällt der Durchschnitt gegenüber der März-Runde nochmals von 4,94 auf 4,79 ct/kWh.
Solar Aufdach – 2. Segment
Interessant ist aber vor allem der Vergleich mit Solar-Aufdach. Dort lag der durchschnittliche Zuschlagswert in der Juni-Ausschreibung bei 9,72 ct/kWh – also mehr als doppelt so hoch. Der höchste bezuschlagte Gebotswert lag exakt am Höchstwert von 10,00 ct/kWh.

Die Marktsituation könnte unterschiedlicher kaum sein
Freifläche
3,17 GW Gebotsmenge
2,13 GW Ausschreibungsvolumen
Deckungsrate: 148,5 %
Aufdach
238 MW Gebotsmenge
296 MW ausgeschrieben
Ausschreibungsvolumen nicht ausgeschöpft
„Photovoltaik“ ist wirtschaftlich kein einheitlicher Markt
Die Grafik zeigt damit ziemlich eindrucksvoll: Projektkosten, Wettbewerb und damit auch die notwendigen Erlöse unterscheiden sich zwischen großen Freiflächenanlagen und Aufdachanlagen massiv. Für Projektentwickler, Investoren und Finanzierer ist das eine wichtige Einordnung: Ausschreibungsergebnisse lassen sich nur sinnvoll innerhalb des jeweiligen Segments bewerten.
Zwei Fragen für die nächsten Runden
Wie weit kann der Zuschlagswert bei Freiflächenprojekten noch fallen, bevor steigende Netzanschluss-, Flächen- und Finanzierungskosten eine Untergrenze setzen?
Und welche Auswirkungen wird die Einführung von CfDs auf die Zuschlagswerte haben?
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