Wirtschaftlichkeit von PV-Projekten
Bei Investitionen im Millionenbereich sollten die erwarteten Stromerlöse nicht auf pauschalen Abschlägen beruhen, sondern auf dem konkreten Projekt.
Bei der Vorstellung unseres PV-VermarktungsChecks habe ich einen Generalunternehmer gefragt, auf welcher wirtschaftlichen Grundlage Investoren die erwarteten Erlöse eines PV-Projekts dargestellt werden.
Die Antwort war bemerkenswert einfach: Für negative Strompreise werde pauschal ein Abschlag vom anzulegenden Wert vorgenommen.
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pauschaler Abschlag
Reicht das für eine belastbare Wirtschaftlichkeitsrechnung?
Ein pauschaler Abschlag kann für eine sehr frühe Grobschätzung hilfreich sein. Für eine Investitionsentscheidung zeigt er jedoch nicht, welche Erlöse die konkrete Anlage tatsächlich hätte erzielen können.
Welche Faktoren bestimmen den tatsächlichen Erlös?
Negative Strompreise wirken nicht bei jedem Projekt gleich. Entscheidend ist das Zusammenspiel mehrerer projektspezifischer Faktoren.
Erzeugungsprofil
Standort, Ausrichtung, Anlagenlayout und Wetter bestimmen, in welchen Viertelstunden tatsächlich Strom produziert wird.
Viertelstündliche Strompreise
Relevant ist nicht allein die Anzahl negativer Preisintervalle, sondern wie viel Energie die Anlage genau in diesen Zeiträumen erzeugt.
Individuelle EEG-Rahmenbedingungen
Inbetriebnahmedatum, anzulegender Wert und die jeweils geltenden Regelungen zu negativen Strompreisen haben direkten Einfluss auf die Erlössituation.
Abregelungsstrategie
Bei sinnvoller Abregelung können negative Börsenerlöse vermieden werden. Auch dieser Effekt verändert die tatsächliche Wirtschaftlichkeit eines Projekts.
Retrospektive Betrachtung
Was hätte die konkrete Anlage tatsächlich verdient?
Statt pauschale Abschläge anzusetzen, kann das Projekt mit historischen Viertelstundenpreisen und einem standortspezifischen Erzeugungsprofil rückwirkend simuliert werden.
Dadurch lässt sich nachvollziehen, welchen Marktwert die konkrete Anlage in vergangenen Jahren tatsächlich erzielt hätte und wie stark negative Strompreise sowie unterschiedliche Abregelungsstrategien das Ergebnis beeinflusst hätten.
Relevant für alle Beteiligten an der Investitionsentscheidung
Eine belastbare Erlösrechnung ist nicht nur für den Anlagenbetreiber relevant. Auch Banken, Investoren, Projektentwickler, Steuerberater und Rechtsanwälte sollten nachvollziehen können, auf welchen Annahmen die Wirtschaftlichkeit des Projekts basiert.
Ein pauschaler Abschlag ist eine Annahme.
Eine projektspezifische Simulation zeigt dagegen, welche Erlöse unter konkreten Markt-, Standort- und EEG-Bedingungen tatsächlich möglich gewesen wären.
PV-VermarktungsCheck
Projektspezifische Erlösanalyse statt pauschaler Annahmen
Mit unserem PV-VermarktungsCheck analysieren wir retrospektiv die Vermarktung einer konkreten PV-Anlage. Dabei können unter anderem Spotvermarktung, Marktwert Solar, negative Strompreise, Abregelungsstrategien und die projektspezifischen EEG-Rahmenbedingungen berücksichtigt werden.
Zum PV-VermarktungsCheckBeispiel einer vollständigen Auswertung
Eine Beispielauswertung unserer eigenen PV-Anlage zeigt die retrospektive Vermarktungsanalyse inklusive einer zusätzlichen Grünstromspeicheranalyse.
Passwort: 1234
Beispielauswertung öffnenWie belastbar sind die Erlösannahmen Ihres Projekts?
Gerne prüfen wir retrospektiv, welche Erlöse Ihre konkrete Anlage unter unterschiedlichen Vermarktungs- und Abregelungsstrategien erzielt hätte.