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Redispatch-Risiko: Wie ein Solarpark im April 2026 34.000 Euro verlor

Ein Solarpark mit 10 MWp. Ein Monat. Minus 34.000 Euro.

Das ist kein theoretisches Risiko. Das ist April 2026.

Wenn der Netzbetreiber statt des Direktvermarkters abregelt

Ein Kunde von uns betreibt einen Solarpark mit 10 MWp. Bei negativen Strompreisen wird die Anlage fast nie vom Direktvermarkter geregelt. Stattdessen wird sie fast immer vom Netzbetreiber abgeregelt.

Das Ergebnis ist wirtschaftlich dramatisch:

MonatApril 2026
Direktvermarktererlöse vor Kostenca. 10.000 €
Direktvermarktererlöse nach Kostenca. 6.000 €
Redispatcherlöseca. –40.000 €
Vermarktungserlöse gesamtca. –34.000 €

Der Direktvermarkter zahlt für April 2026 den Marktwert Solar von 1,317 ct/kWh aus – aber nur auf die Mengen abzüglich der Redispatch-Mengen.

Für die Redispatchmengen greift der sogenannte Mischpreis. Und genau hier entsteht das Problem: Der Anlagenbetreiber erhält keine faire Vergütung, sondern trägt am Ende einen massiven negativen Betrag.

Seit dem 23.12.2025 hat sich die Risikoverteilung verändert.

Vorher lag dieses Redispatch-Risiko beim Direktvermarkter. Heute trägt es der Anlagenbetreiber.

Damit wird die falsche Wahl des Direktvermarkters plötzlich doppelt teuer:

✓ Durch die Abrechnung über den Marktwert Solar erhält der Betreiber nur 1,317 ct/kWh statt nach unserer Schätzung rund 3,62 ct/kWh bei Spotvermarktung mit korrekter Abregelung.

✓ Wenn nicht der Direktvermarkter, sondern der Netzbetreiber abregelt, schlägt der Redispatch-Mechanismus voll auf die Erlöse durch.

Ein schlechter Direktvermarktervertrag kostet also nicht nur Marge. Er kann den gesamten Monatsumsatz und noch viel mehr vernichten.

Betreiber großer PV-Anlagen sollten deshalb dringend prüfen:

Wer regelt wann ab?
Wer trägt das wirtschaftliche Risiko von Redispatch?
Was bleibt nach Direktvermarktungskosten und Redispatch wirklich übrig?

Vermarktervertrag jetzt prüfen

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