Warum berechnen viele PV-Betreiber ihren projektspezifischen Marktwert bisher nicht? Weil die Berechnung fachlich anspruchsvoll und in der Praxis hochkomplex ist. Fehlende oder unvollständige Lastgänge, Abregelungen, unsichere EEG-Parameter, §-51-Regelungen, anzulegende Werte und unterschiedliche Marktprämienlogiken machen eine belastbare Bewertung ohne tiefes Spezialwissen kaum möglich.
Genau dafür haben wir den PV-VermarktungsCheck entwickelt.
Die Anwendung bündelt unser Know-how aus Direktvermarktung, Marktprämienlogik, EEG-Regelungen und Lastgangbewertung in einer Web-App. Ziel ist es, PV-Projekte transparent, projektspezifisch und wirtschaftlich vergleichbar auszuwerten.

Typische Hürden werden automatisch gelöst:
Kein Lastgang vorhanden?
Der Lastgang wird auf Basis von Standort, Ausrichtung und Modulneigung realitätsnah generiert. Wichtig ist dabei, dass der generierte Lastgang auch das Wetter des betrachteten Jahres abbildet.
Lastgang unvollständig, zum Beispiel durch Redispatch und Direktvermarkterabregelungen?
Abregelungslücken werden mit der Spitz-Light-Methode vervollständigt.
Stundenregel nach § 51 EEG unklar?
Die passende Stundenregel wird automatisch auf Basis von PV-Größe sowie Inbetriebnahme- oder Ausschreibungsdatum ermittelt.
Anzulegender Wert ungewiss?
Bei Nicht-Ausschreibungsanlagen wird der anzulegende Wert automatisch aus PV-Größe und Inbetriebnahmedatum berechnet. Bei Ausschreibungsanlagen wird der anzulegende Wert vom Nutzer eingegeben.
Marktprämienberechnungsmethode (nach Jahresmarktwert oder Monatsmarktwert) unklar?
Auch diese wird automatisch aus Inbetriebnahme- oder Ausschreibungsdatum abgeleitet.
Im Dashboard werden die Ergebnisse transparent dargestellt:
Die blaue Linie zeigt den Marktwert Solar des jeweiligen Monats. Die gelbe Linie zeigt den projektspezifischen Marktwert ohne Abregelung. Die grüne Linie zeigt den projektspezifischen Marktwert mit korrekt berücksichtigter Abregelung.
Das gezeigte Beispiel basiert auf einer Ost-West-Anlage in Leipzig (unsere eigene PV-Anlage).

Besonders spannend:
Bei der Abrechnungsart Spot ergibt sich inklusive Abregelung und Marktprämie ein Wert von: 68,27 €/MWh
Bei der Abrechnungsart Marktwert Solar liegt der entsprechende Wert bei: 61,73 €/MWh
Das sind 6,54 €/MWh mehr Ertrag zugunsten der Spot-Abrechnung.
Genau daran sieht man:
Entscheidend ist nicht nur das Dienstleistungsentgelt, sondern die tatsächliche Erlöslogik des Projekts. Ein niedrigeres Dienstleistungsentgelt kann einen schlechteren projektspezifischen Erlös häufig nicht ausgleichen.
Mit dem PV-VermarktungsCheck machen wir diese Zusammenhänge sichtbar: nachvollziehbar, projektspezifisch und praxisnah.
In den nächsten Wochen zeigen wir weitere Funktionen und Auswertungen. Spätestens zur Intersolar stellen wir den PV-VermarktungsCheck ausführlich vor.
Wer Fragen zum Programm hat oder ein eigenes Projekt prüfen lassen möchte, kann sich gerne bei uns melden.